3.4.1 Kaufverlinkungen
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Kaufverlinkungen
Neben der Banner- und Google-AdSense-Werbung, verfolgt last.fm noch ein wirtschaftliches Konzept, welches man mit Snocap Linx auf MySpace vergleichen kann. Auf den Künstlerseiten werden sämtliche Alben und Singles, die dieser Künstler veröffentlicht hat, angezeigt. Diese Alben werden mit einem Link zum Kauf über einen Internetstore versehen. Im Oktober 2006 beschrieb last.fm Mitbegründer Martin Stiksel diese Verlinkung so: „We make links available for you to purchase music.“[1] Diese Verlinkung findet ebenfalls im eigenständigen last.fm Player statt, wenn hier einem Song das entsprechende Album oder die Maxi/Single zugeordnet werden kann bzw. der Tonträger bei last.fm registriert wurde. Hierdurch ist dem User die Möglichkeit gegeben, bei gefallen der Musik, diese umgehend zu kaufen.
Verlinkung bei physischen Tonträgern
Ein Album oder eine Single, die auf CD erschienen ist, wird standardmäßig mit der Amazon Seite verlinkt. Dem User wird hier der entsprechende Amazon-Store seines Landes zugewiesen. Laut Martin Stiksel stehen im Oktober 2006 durch die Verlinkung über 12 Millionen Songs auf CDs für den User zum Kauf über Amazon zur Verfügung[2] . Es ist zwar nicht belegbar, aber wir gehen davon aus, dass last.fm pro User, der eben über last.fm auf Amazon landet, einen bestimmten Geldbetrag erhält. Amazon erhält somit im Gegenzug mehr Menschen, die sich das Angebot ansehen. Fraglich ist, ob last.fm bereits bei click des Users auf die Verlinkung (cost-per-click), oder erst bei endgültigem Kauf des Users einen Geldbetrag (hier: Provision) erhält. Da die „cost-per-click“ Methode in der Internetbranche die gängigste ist, gehen wir davon aus, dass diese hier Anwendung findet. Bei der Verlinkung des Albums ist es zunächst egal ob dieses überhaupt über Amazon erhältlich ist. Insofern kann es sein, dass man bei einer kleinen Band, einem Album auf einem kleinen Independent-Label oder vielleicht einem raren ausverkauften Album keine entsprechende Kaufmöglichkeit bei Amazon vorfindet. Um dem entgegenzuwirken kann man sich als Label registrieren lassen, und dann selbst festlegen, mit welchem Internetstore ein Album eines entsprechenden Künstlers verlinkt wird. Besonders im Independent-Bereich wird somit sichergestellt, dass der geneigte Hörer auch die Möglichkeit hat, das gewünschte Album ohne grossartige Eigenrecherche sofort kaufen zu können.
Verlinkung bei digitaler Musik
Im Bereich der digitaeln Downloads kooperirt last.fm stark mit dem ebenfalls in London stationierten Unternehmen 7Digital. Hierbei handelt es sich um einen der grössten englischen Downloadanbieter. Ist der Song, den man als User gerade am hören ist, im Katalog von 7Digital, wird dieser mit der entsprechenden Seite bei 7Digital verlinkt. Dies geschieht entweder im eigenständigen last.fm Player unter dem jeweiligen Titel, oder im Browserintegrierten Flash-Player, der bei Radio-Streams benutzt wird, mit einem „Buy Track“ Button. Steht der Titel bei 7Digital nicht zur Verfügung wird ein „Buy Album“ Button angezeigt, welcher somit in der Regel zu Amazon führt. Hieran erkennt man, dass last.fm die Verlinkung zu 7Digital Der zu Amzon vorzieht, was insofern sinnvoll ist, da der Radiohörer eher einen zuvor gehörten einzelnen Track sein eigen nennen möchte, und nicht direkt das gesamte Album. 7Digital ist der einzigste Downloadstore mit dem last.fm zusammen arbeitet. Interessant ist noch zu erwähnen, dass 7Digital mit indiestore.com einen Downloadshop für kleine, ungesignte Bands eröffnet hat, wo diese sich eine Seite samt Blog, Konzerten usw. einrichten und ihre Songs zum kostenpflichtigen download anbieten können. Dieses Konzept tritt somit in Konkurrenz zu Snocap Linx samt Integrierung in MySpace. Ob das noch im Beta-Stadium befindliche indieclick.com wirklich konkurrenzfähig ist bleibt abzuwarten.
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