Donnerstag, 14. Dezember 2006
Aus MultimediaWiki
E-Learning
Definition
Lehr- und Informationspakete zur Bildung bzw. Weiterbildung, die einzelnen Lernen auf elektronischem Weg online oder per CD-Rom angeboten werden und unabhängig von Raum und Zeit verfügbar sind.
Lernprozesse werden mithilfe elektronischer multimedialer Medien gestaltet.
Häufig eingesetzt als:
- IT- und Anwendungswissen (Simulation von Software z.B. Lernprogramm Photoshop)
- Grundlagen und Expertenwissen (Bedienungs-, Fakten- und Prozesswissen)
- Einstellungen und Verhaltensweisen (Softskills z.B. Rhetorik)
- Problemlösungsstrategien (Simulation von komplexen Wissen, Planspiele z.B. Auto, Aktien)
Definition der Lernformen
- Einfache komplexe Lernumgebung (vernetzter PC mit Zugriff auf Lernsysteme)
- Multimediale komplexe Lernumgebung (Rechner mit online Zugriff auf Hypermediadatenbanken,
- Online-Lernsysteme und Online-Handbücher, auch z.B. Wikis, Podcasting, Weblogs)
- Virtuell komplexe Lernumgebung (im Cyberspace wie z.B. Second Life)
Begriffe computergestützter Lernsysteme
Meist Oberbegriff: CBT (Computer based Training) Aber eigentlich CD-Roms zur Vermittlung von Lerninhalten
CUL (Computer unterstütztes Lernen)
WBT (Web Based Training) heute eher meist in UN
Es gibt weitere, aber dieses sind lt. Bernd die beiden Wichtigsten.
Warum E-Learning in der Personalentwicklung? - Trend der Individualisierung - Hilfsmittel für die persönliche Entwicklung - komplexe und kostenintensive Prozess der PE kann sich mit E-Learning attraktiver und gleichzeitig effizienter gestalten
Begriffe für Lernprogramme
Courseware oder Teachware
Unterscheidung von Lernsystemen
Online – Angebote www-basiert
Offline – Angebote wie CD-R oder DVD
Multimedial:
PC mit CD-R Laufwerk, Soundkarte, Lautsprecher, Kopfhörer
Hypermedial:
noch ergänzend zu oben, erlaubt Springen von einer Seite zur anderen.
nicht sequentielles Lernen bietet eine bessere Lern- und Merkfähigkeit, da solche Strukturen dem menschlichen Denken entspricht.
Basismedium des E-Learning
Kombination je einer Merkmalsausprägung aus folgenden 4 Kategorien:
- verwendetes Symbolsystem oder Code (gespr. Text, geschr. Text, Bilder, Grafiken, Film, Musik etc.)
- angesprochener Sinneskanal (Hören, Sehen, Fühlen etc.)
- Technik der Infospeicherung, -übertragung, -darbietung
- jeweilige Kommunikationsintention z.B. Bildung, Nachrichten, Unterhaltung, Handelsmöglichkeiten etc.
Qualitätskriterien
- Allgemeine Kriterien
- sprachliche Kriterien
- Inhaltliche Kriterien
- visuelle Kriterien
- didaktische Kriterien
- Bedienungskriterien
- Benutzerfreundlichkeit
Formen des E-Learning
Simulation von Anwendungssoftware
- arbeiten mit SAP-Anwendungen
Einstellungen: „sicherer Fahren“ - Auswerten von Fahrsituationen am PC
- Bsp: Fahrsimluator für Gabelstapler-Führerschein, Flugsimulator, Space Shuttle
- Nachteile: Sehr teuer,
- Vorteile: bis an die Grenzen gehen, Gefahrensituationen können simuliert werden
Wissensdatenbanken
- Wikipedia
- virtuelle Klassenzimmer: Lernende haben PC und Headset und Tutor zeigt in einem Wideboard seine Präsentation, welche die Lernenden über den PC verfolgen. Über Instant-Messaging oder Chat Fragen stellen und untereinander kommunizieren, ortsungebunden
- Podcasting
- Webquests
E-Learning Beispiele
1. E-Book
Elektronisches Buch
Einsatz:
- meistens nur in gr. UN, die bestimmtes Wissen schnell und jederzeit verfügbar halten möchten
Vorteil:
- schnelle Verfügbarkeit
- nicht nur Lesen, sondern auch Suchen nach Suchbegriffen über Links
Nachteil:
- meist wird Buch lieber gelesen
- Möglichkeiten des Rechners werden überhaupt nicht ausgenutzt
- Lesen am Bildschirm mühseliger
2. Lernplattformen mit WBTs (Web Based Trainings)
- zentral auf einer Plattform für bestimmte Nutzergruppen
- Lernerdaten zentral erfasst (Lernstand, -erfolg, -zeiten etc.)
- Vernetzung zu Tutor über Chat oder E-Mail
Vorteile:
- Lernzielmanagement
- integrierte Lernbegleitung
- Erfolgskontrolle, Nutzenkontrolle
- Vernetzung von Lernenden
- Eigene Daten zur Erfolskontrolle speicherbar
Nachteile:
beziehen sich hierbei nicht auf das Medium, sondern auf die Nutzung
- hohe Selbstmotivation notwendig
3. CBT und WBT
- CBT auf CD-R, WBT im Intra- oder Internet
- Ist interaktiv mit Aufgaben und Übungen, Rechner antwortet auf Eingaben
- Kann verschiedene Lernwege zur Verfügung stellen
Vorteile:
- gut zum Aneignen, Wiederholen
- Einfache Simulationen
- ermöglichen Transfer von Gelerntem
- Interaktivität
Nachteile:
- Lerner ist auf sich gestellt
- indirekte Lernbegleitung
4. Sonstige Formen
Podcast, Videocast, Webquest, Lernweblogs, Wikies
Blended Learning
- Blended Learning = Kunstbegriff; direkte Überstzung: vermischtes Lernen
- eine Kombi Präsenzveranstaltung und E-Learning
- Vorteile beider Lernformen sollen genutzt werden und Nachteile ausgemerzt werden
Präsenzveranstaltungen
z.B. Vorlesungen
Vorteile:
- soziale Kontakte bilden Gruppe
- Dozent und Teilnehmer lernen sich persönlich kennen
- ganzheitliche Kommunikation (Stimme und Gestik)
Nachteile:
- zeitliche und örtliche Bindung
- notwendige gleiche Geschwindigkeit der Teilnehmer
- Teilnehmer müssen das gleiche lernen
Vor- und Nachteile des E-Learning
Vorteile
- zeitliche und räumliche Unabhängigkeit, Lernen wo und wann man will
- hoher Lerneffekt durch multimediale Wirkung (Summe der einzelen Werte, mehr als die Anzahl der Einzelteile)
- geringere Lerndauer
- geringere Vergessensquote
- eigener Lernrhythmmus
- günstiger als Schulungen
- gut aufbereiteter Lernstoff
Nachteile
- Fehlende soziale Bindung
- Missdeutungen bleiben unbemerkt
- hohe Selbstlernkompetenz erforderlich
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