Donnerstag, 20. März 2008

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RSS-Feeds

Die Abkürzung RSS bedeutet "really simple syndication" (= wirklich einfache Verbreitung) und ist ein auf XML-basierendes, plattformunabhängiges Dateiformat. Nicht selten wird die Abkürzung RSS aber auch als "Rich Site Summary", oder "RDF Site Summary" übersetzt, was durch die Entstehungsgeschichte verschiedener RSS-Versionen bedingt ist. So findet man im Internet auch verschiedene Typen von RSS-Dateien, wie z.B. xml-, rdf- und rss-Dateien. RSS wird verwendet, um Artikel einer Website oder deren Kurzbeschreibungen (insbesondere Nachrichtenmeldungen) zu speichern und in maschinenlesbarer Form bereitzustellen. Es ermöglicht somit eine einfache und vor allen Dingen auch zeitnahe, schnelle Übermittlung/Verbreitung von Inhalten. Dabei geht es nicht nur um Texte, sondern auch um Audioformate, sowie Videos oder Bilder.

Die Idee dahinter

Die erste Version eines RSS-Feeds wurde 1999 von Netscape entwickelt.
Die Idee war simpel: Inhalte von Webseiten sollten schnell und unkompliziert transportiert, also jeglicher Content oder Links sollen im Zuge der schnellen Webkommunikation übertragen werden können, ohne dabei die Website übertragen, oder diese besuchen zu müssen.
Bei RSS-Angeboten sollen verschiedene, für den User relevante Inhalte in ein neues Fenster transportiert werden. Hierbei wird in das neue Fenster lediglich der Content ohne Layout, Navigation oder sonstige Zusatzinformationen in kurzer Form eingefügt. Möchte der User weitergehende Informationen erhalten, kann er auf die Kurznachricht klicken und gelangt, per Hyperlink, so zur Quelle der Informationen, also der Website. Wird der Content der Quellseite des Feeds aktualisiert, so geschieht dies gleichzeitig in dem userspezifischen RSS-Feed.
Der RSS-Abonnent hat, dank zahlreicher Tools und Web-Applikationen (wie z.B. der Google Reader), die Möglichkeit sich eine personalisierte Seite zu erstellen, auf der er auf einen Blick die aktuellen, für ihn relevanten Inhalte verschiedener Internetseiten anschauen kann.
Besonders typisch sind so genannte RSS-Newsfeeds, also RSS-Neuigkeits-/Nachrichtenströme oder die Übertragung von neuen Beiträgen auf Weblogs. Weitere Inhalte können zum Beispiel Angebote im Bereich e-commerce, TV Programme oder der aktuelle Wetterbericht sein.

Es können ebenfalls Bilder oder Audiodateien über einen RSS-Feed verlinkt werden. Sobald eine Audiodatei mitels RSS-Feed angeboten wird, spricht man von einem Podcast. Wird wiederum eine Videodatei mithilfe eines RSS-Feed in einen Content integriert, so nennt man dies umgangssprachlich auch Vodcast. RSS ermöglicht dabei nicht nur, dass man die Datei hören oder anschauen kann, sondern ebenso Informationen über die Länge des Stücks, den Interpreten und wo es im Internet eben zu finden ist, erhält(siehe Sonstiges - Metainformationen).

RSS- Feeds sind besonders im Medienbereich von großer Bedeutung. Die Content-Management-Systeme (CMS) von Online Nachrichten oder Zeitungsseiten werden von den Nachrichtenagenturen durchgehend mit den neusten Meldungen versorgt. Oft sind diese Agenturmeldungen so gut recherchiert und geschrieben, dass sie ungekürzt übernommen werden können.

Die Vorteile von RSS also mit einem Satz:
Der Content ist, ohne Layout, ohne Werbung, zeitsparend und auf einen Blick, außerdem Browser- und Plattformunabhängig und mit geringer Datenmenge übertrag- und erfassbar.

Wege RSS-Feeds zu nutzen

Erste Voraussetzung hierfür ist, dass der Betreiber der jeweiligen Internetseite ein RSS-Feed für den gewünschten Content anbietet. D.h. auf der Website sollte sich ein RSS-Feed Icon (Image:rss_icon_small.jpg) oder ein entsprechender Link "RSS", "Channel", "RDF", oder "XML" befinden,
über den man den RSS-Feed abonnieren kann. Ob die jeweilige Seite einen oder mehrere RSS-Feeds beinhaltet, kann man in einigen Browsern auch in der oberen rechten Ecke der Adresszeile erkennen, da dort dann ein RSS-Feed Icon (Image:rss_icon_small.jpg) angezeigt wird.
Es existieren ebenfalls bereits zusammengestellte RSS-Feeds, die auf diversen Websites abgerufen werden können (z.B. originalsignal.com, worldofsl.com, blogdigger.com).
RSS-Feeds können mit Browsern gelesen werden. Es gibt jedoch auch spezielle RSS-Reader mit denen dies möglich ist. RSS Reader können auch online als virtuelle Desktops erstellt werden. Im Gegensatz zu Desktop Programmen kann man diese von jedem internetfähigen Endgerät abrufen (z.B. igoogle, Google Reader, netvibes, bloglines).
Um den Content im Reader bzw. Browser zu integrieren muss der User nun die verschiedenen RSS-Feeds abonnieren. Dazu klickt man (unter Windows) mit der rechten Maustaste auf den jeweiligen RSS-Button und wählt den Menüpunkt “Verknüpfung kopieren“ bzw.
“Link kopieren“. Nun kann man zum eigenen RSS-Reader wechseln und unter dem entsprechenden Menüpunkt (meist "new feed" oder "Add new channel") mit der Tastenkombination Strg + V die kopierte URL des RSS-Feed hinzufügen. Sollte dies nicht funktionieren,
so ist es ratsam, die Programm-Dokumentation des jeweiligen RSS-Readers zu lesen.


Wie man RSS-Feeds aboniert:
1. suchen (z.B. nach Logo, Name) z.B. im Browser
2. Link finden (meist .xml)
3. Link kopieren
4. Aggregator öffnen
5. Funktion neuen RSS hinzufügen
6. Link/RSS organisieren (z.B. in Ordner verschieben)

(Firefox bietet die Option an, das der User bereits seinen Standard-RSS-Reader in den Einstellungen des Browsers hinterlegt, in welchen Firefox den Feed dann automatisch ablegt)

                              (downloaded)

Website ----> RSS-Feed <----- Feed-Reader

                                              oder:
                            (gedownloaded)
         ---->   RSS-Feed      <---->      PC / Browser des Nutzers

Sonstiges

Eine mögliche Sprache für RSS-Feeds ist XML. In XML Texten sind zusätzlich zu dem Text, den man später im RSS-Feed sieht, weitere Informationen enthalten - sogenannte Metainformationen. Dies sind Stichwörter (auch Tags genannt) die man im Text nicht sehen, aber nach denen man suchen kann. Metainforamtionen beschreiben ferner Inhalte-Schlagworte.

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