Donnerstag, 30. November 2006

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Multimedia Block 9./10.

Inhaltsverzeichnis

Multimedia - Einsatz von Medien am POI & POS

Defintionen

  • POI = Point of Interest; Ort für Info, z. B. Kaufhaus, Messe, Informationszentren
  • POS = Point of Sale; Platz, an dem ein Produkt zum Verkauf angeboten wird
  • Instore Decision Rate = Anzahl der Kaufentscheidungen, die am POS getroffen werden. Die Kaufentscheidung ist von vielen Faktoren abhängig: Marke, Geschmack, Preis, Ort im Regal, Kommunikation usw.
  • E-Kiosk System = "Selbstbedienungseinheit", rechnergestütztes Informationssystem an verschiedenen Orten mit verschiedenen Ein- und Ausgabegeräten, z. B. Geldautomat, Touch Screens

Entwicklung/Trend

  • Verbreitung verläuft schleppend
  • Ursache: Konsument hat Produkt nicht so schnell angenommen wie erhofft; Kunden haben wenig Online-Erfahrung; Schwellenängste bei MA und Kunden
  • Weiteres Problem: IT-Fachkräfte denken anders als Verkäufer

Kiosk-Systeme

  • freistehende Kioskterminals, die interaktiv ohne Bedienungsanleitung und autonom benutzt werden können
  • E-Kiosk ist ein schnelles Medium mit schneller Erfassung, d. h. der erste Kontakt muss reaktionsschnell sein. Die ersten 3 Sekunden entscheiden ob der Kunde weitermacht
  • Value to the costumer steht im Vordergrund

Arten von E-Kiosk Systemen

  • POI-Terminals zur Informationsvermittlung (Produktinfo, Kundenleitsystem, Orientierungshilfen)
  • POS-Terminals zum Kauf oder Bestellung von Waren (Chipkartenleser, Bezahlsysteme mit EC- oder Kreditkarte)
  • Sonderformen (Videokonferenz-Systeme, Web-/Internet-Kiosk-Terminals)

Einsatzmöglichkeiten

  • Kundenbindung (Bsp. Payback)
  • Kundenleitsystem
  • Persönliche Betreuung
  • Umsatzapplikationen
  • Convenience Shopping
  • Unterstüzung des Kundenservice
  • Verkaufsunterstützung
  • Geldautomat als multifunktionaler Terminal

Mehrwerte

  • Prozesse werden automatisiert und optimiert
  • Optimierung von Beratung und Service
  • Individuelle Kundenansprache bei Identifizierung
  • Neukunden werden angesprochen
  • Database-Marketing-Instrument zur Marktforschung vor Ort
  • zusätzliche Vertriebswege
  • Kostensenkung
  • Rationalisierung
  • Personaleinsparung
  • Optimale Information und Präsentation von Angeboten
  • Hohe Breitenwirkung
  • Ausweitung von Geschäftszeiten
  • Optimierte Zielgruppenansprache
  • Verkürzung der Durchlaufzeiten
  • Entlastung von Routinetätigkeiten
  • Erhaltung und Ausbau der Wettbewerbsposition
  • Erhöhung des Images

Zielgruppe

  • hauptsächlich Gelegenheitsnutzer

Erfolgsfaktoren

  • Umfeld der Automaten ist zu beachten (z. B Ort und Lautstärke)
  • Werbung/Bekanntmachung
  • Benutzerführung
  • Zielgruppengerechte Ansprache
  • Abbau von Barrieren der ungewohnten Nutzung
  • Nutzen für den Kunden
  • Grafic User Interface (Benutzeroberfläche), komplexe Themen sollen durch eine leichte Benutzeroberfläche vereinfacht werden, d. h. das Design muss an der Zielgruppe ausgerichtet werden
  • Erfolg zeigt sich in der Annahme und Akzeptanz

Die wichtigsten Herausforderungen

  • das Kundenbedürfnis
  • die Kundenerwartung
  • der Kundennutzen
  • diese müssen erfasst werden, um den Kundennutzen zu kennen und in einer entsprechenden Technik umzusetzen
  • die Umsetzung in die Bedürfniskette des potientiellen Benutzers
  • höchste Herausforderung: value to the costumer

POS-Kiosk haben nur dann einen Wert wenn der Kunde davon einen Nutzen für seine Kaufentscheidung sieht bzw. erwartet.

Der Mitarbeiter-Faktor

  • MA sehen Automat als Konkurrenzfaktor
  • MA muss wissen, dass der Automat ein Vorteil ist. Sie sollen den POI/POS-Terminal als Partner erkennen
  • zufriedene + motivierte Mitarbeiter = zufriedene Kunden
  • MA muss in die Einführung eines solchen Systems mit einbezogen werden
  • wichtiger Faktor für den Erfolg einer Kampagne

Beispiele für Multifunktions-Terminals

1. Kaufhof-TV

  • Mitarbeiter-Fernsehen
  • MA-Fortbildung
  • Werbefilme
  • Kassenterminals
  • Computer-based-Training (z. B. Kurs zum Kundenumgang)

2. E-Kiosk-System der Fa. Bayer
Aufstellung von Self-Service-Automaten, an denen die MA Anträge stellen können, ihre Gehaltabrechung ausdrucken und ihren Urlaubstagestand abfragen können. Der Automat besitzt außerdem einen Zugang zum Intranet mit Möglichkeiten des Self-Service.

Der Kunde im Focus

  • man versucht die Aufmerksamkeit des Kunden zu erreichen
  • die Nutzerzahlen sind unterschiedlich (zwischen 30 und 500 Nutzer pro Tag)
  • die Nutzerzahlen und Bereitschaft optmimieren
  • Mehrwerte dem Kunden kommunizieren
  • Systeme sollten dem Kunden Interessantes bieten

Beispiele

  1. Full featured Internet Konsole (Telekom)
  2. AOL Stadtnet.de: Aufstellung eines Terminals in einem Café/Bistro
  3. Bodyshop: Duftproben
  4. Sixt: Terminal zur Autovermietung an Flughäfen
    • Interactive E-Kiosk-System
    • Idee: Flughäfen, die nicht so oft frequentiert werden, ins Netz zu integrieren
    • Vorteil: 1 Mitarbeiter kann für 3 Standorte gleichzeitig eingesetzt werden
  5. Migros Türkei
    • Idee: Analyse des Kaufverhaltens, personalisierte Angebote
  6. Bruna (holländischer Buchhändler)
    • am Bruns-Infopoint informieren und bestellen
  7. interaktives Schaufenster
    • Idee: Schaufenster, welches außerhalb der Öffnungszeiten benutzt wird
    • jedes Fenster ist ein virtueller Touch-Screen auf den z. B. Handys und Töne geladen werden
    • Nachteil: Sonneneinstrahlung, Schmutz, Beschallung (Sonderkonzession für Lautstärke)
    • Vorteil: hoher Nutzungsgrad
  8. Kaufhof Warenhaus AG
    • innovativstes multimediagestütztes UN im Einzelhandel
    • Payback-System
    • Gewinner des Multimedia-Awards 2003 in ihrer Kategorie




Projektinformation interaktives Schaufenster

Idee:

  • Am Schaufenster ist ein POI/POS-Terminal angebracht, Nutzung der Fensterscheibe als Touch Screen
  • Kommunikationsziel: Produkte und Dienste erlebbar machen und näher bringen bzw. Interesse für Services wecken z.B. Fotoservice
  • Tour durch verschiedene deutsche Städte
  • Positive Rückmeldung seitens Kunden und Mitarbeitern
  • Keine Ladenschlusszeiten mehr
  • Bekanntheitssteigerung durch PR
  • Hoher Nutzungsgrad
  • Gute Aufmerksamkeit in Fußgängerzonen
  • Problem: Außenbeschallung schwierig, Sonneneinstrahlung


Korrekturen und Anmerkungen erwünscht!!!


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