Donnerstag, 4. Oktober 2007
Aus MultimediaWiki
Begriffserklärung Immersion
Der Begriff Immersion bezeichnet das Eintauchen in eine andere, eine unreale, virtuelle Welt. Dieser "Zustand" kann vorallem durch Computerspiele, Fernsehen oder eben Second Life hervorgerufen werden. Wie tief man dabei in die andere Welt eindringt, d.h. wie weit man der Realität entflieht, hängt dabei sehr von der Persönlichkeit des Einzelnen ab und kann daher auch schlecht verallgemeinert werden.
Kritik an Second Life
Hier ein paar Beispiele für Kritikpunkte, die im Zusammenhang mit Second Life oft genannt werde:
- Programm-Stabilität nicht gegeben (langsame Software)
- hohe Hardwareanforderungen und Breitband DSL nötig
- technische Restriktionen - es kann nur eine begrenzte Anzahl von Avataren (ca. 40) gleichzeitg an einem Ort sein, was besonders von Unternehmen oft kritisiert wird, da diese gerne mehr Menschen gleichzeitg erreichen würden
- unzureichende Usability (Bedienbarkeit) - Das Handling von Second Life ist noch sehr komplex, d.h.man muss sich eine gewisse Zeit mit den Bedienungsmöglichkeiten auseinander setzen, um sich problemlos bewegen zu können. Für viele potenzielle User ist das ein Grund, warum sie die Lust an Second Life verlieren und sich davon abwenden
- Abhängigkeit von Linden Lab - da Linden Lab der einzige Anbieter von Second Life ist, bzw. die anderen existierenden virtuellen Welten nicht mit Second Life kompatibel sind, sind die User abhängig von Linden Lab. Besonders für Unternehmen die viel Geld in Second Life investieren könnete dies ein Problem werde, zum Beispiel wenn Linden Lab einmal insolvenz gehen sollte.
- die rechtlichen Rahmenbedingungen - davon gibt es in Second Life nur sehr wenige. Die User sind für die Inhalte die sie verbreiten selbst verantwortlich. Dadurch kann es dazu kommen, dass zum Beispiel Hakenkreuze an Häuser angebracht werden, was in Deutschland verboten ist. In anderen Ländern ist dies jedoch erlaubt. D.h. die unterschiedlichen Gesetze der unterschiedlichen Ländern erschweren einheitliche Gesetzesregelungen.
- Gefahr von Spiesucht und Realitätentfremdung
- Glückspiel, Sex und Pornografie
Anwendungsmöglichkeiten von Second Life
Second Life dient in erster Linie dazu, neue Kontakte zu knüpfen und miteinander zu kommunizieren. Die Kommunikation findet zum Beipiel in Chats oder Communities statt. Unternehmen dagegen haben Second Life als neue Werbeplattform für sich entdeckt. Dazu benutzen sie Poster/Plakate, Websites, Zeitschriften oder veranstalten Events. Die Poster/Plakate zum Beispiel, sehen grundsätzlich denen der realen Welt sehr ähnlich, besitzen jedoch besondere Eigenschaften. Zum Beispiel könne sie regelmäßig ihr Layout ändern und erkenne welcher Avatar sich das Plakat angeguckt hat. Daneben werden in Second Life auch eigene Zeitschriften vertrieben, die über die Geschehnisse dieser Welt berichten.

