FußballWM

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Übung zum Sommersemester 2006:

Vorgeschichte:

Die Fussball-WM 2006 ist das wichtigste Sportereignis in Deutschland in diesem Jahr. Es überschattet sogar eine ähnlich interessante Fußball-WM. Die Roboter-Fußball-WM, die vom 14. – 20 Juni in Bremen stattgefunden hat. Idee und Geschichte des RoboCup. Die zehnte RoboCup-WM mussten in Bremen drei komplette Messehallen reserviert werden. Über 300 Teams aus etwa 40 Ländern - und ca. 40.000 Zuschauern, die das Hightech-Sportereignis vor Ort miterlebten. Bis zum Jahr 2050, so die selbst gestellte Herausforderung, sollen humanoide Roboter gegen den menschlichen Fußballweltmeister spielen - und gewinnen. Bislang müssen die Kicker aus Fleisch und Blut die mechanische Konkurrenz noch nicht fürchten. "Der RoboCup ist noch ein Kind", sagt Kitano (Begründer des Cups). "Aber er ist auch kein Baby mehr." Insbesondere organisatorisch habe er sich gut entwickelt und stehe mittlerweile auf eigenen Füßen. Technologisch dagegen gebe es auf dem Weg zum WM-Titel noch viel zu tun. Doch die Fußballroboter lernen rasend schnell dazu. Während anfangs noch diejenigen gewannen, die zuerst den Ball fanden - was durchaus einige Minuten dauern konnte - , bewegen sich die heutigen Mechanokicker schon sehr viel rasanter und liefern sich packende Begegnungen.

Wer sich bei den Turnieren Hoffnungen auf gute Platzierungen machen will, muss sich bei der Konstruktion und Programmierung von Jahr zu Jahr etwas Neues einfallen lassen. Die Gegner tun es schließlich auch, zudem werden die Spielbedingungen ständig erschwert. Denn so unterhaltsam Roboterfußball für die Zuschauer sein kann - in erster Linie soll der Wettbewerb die Entwicklung von Technologien der Robotik und Künstlichen Intelligenz vorantreiben. Das Fußballspiel dient als einheitliche Testumgebung für autonome, mobile Roboterteams, die den direkten Vergleich verschiedener Ansätze erlaubt. Roboter, die sich hier behaupten und unter ständig sich verändernden Bedingungen, mit unvollständigen Informationen und gegen einen Widersacher planvoll ein Ziel verfolgen, können noch ganz andere Dinge. Mit geringfügigen Modifikationen könnten sie auch in Büro, Betrieb, Haushalt oder im Gelände zum Einsatz kommen. Um das noch deutlicher herauszustellen, ist der reine Fußballwettbewerb, der in verschiedenen Spielklassen ausgetragen wird, im Lauf der Jahre um andere, stärker anwendungsorientierte Ligen ergänzt worden. So gibt es seit 2001 einen Wettbewerb für Rettungsroboter und Katastrophensimulationen. Und bei der diesjährigen WM in Bremen wird erstmals die Liga "RoboCup@Home" vorgestellt, bei der die Interaktion zwischen Mensch und Roboter in Alltagsszenarien, etwa beim Gepäcktransport am Flughafen, im Mittelpunkt steht. "Wenn wir im Jahr 2050 mit Robotern die Fußball-WM gewinnen wollen, müssen wir wenigstens 2040 das Energieproblem gelöst haben, müssen 2030 mit den Maschinen im Freien spielen können, darf es 2020 keine Bildverarbeitungsprobleme mehr geben und so weiter. Dann müssen wir überlegen, wer sich mit wem zusammentun muss, um diese Etappenziele in der gegebenen Zeit erreichen zu können. Von all dem gehen sehr kreative Impulse aus." Bislang lernen beim Fußball noch praktisch ausschließlich die Roboter von den Menschen. Es ist aber nur eine Frage der Zeit, bis auch in der umgekehrten Richtung Lernprozesse ablaufen werden. So könnten etwa Softwareagenten mit den Daten realer Spiele gefüttert werden, sodass die Begegnungen nachträglich im Computer in verschiedenen Varianten noch einmal durchgespielt werden können. Auf diese Weise ließe sich simulieren, welche Auswirkungen Auswechselungen einzelner Spieler hätten haben können. Für bevorstehende Begegnungen ließen sich unterschiedliche Spieltaktiken erproben und Trainingspläne optimieren. Gewiss werden solche, auf RoboCup-Technologie gestützten Computeranalysen beim Spitzenfußball bald so selbstverständlich werden, wie sie es bei der Leichtathletik heute schon sind. Und wenn die Menschen auch im Jahr 2050 die Herren des Rasens bleiben wollen, dürften sie gut beraten sein, sich auf typisch menschliche Tugenden zu besinnen. Denn mit Disziplin, Effektivität und Präzision dürften die Robokicker kaum zu knacken sein. Das können Maschinen in der Regel besser als Menschen. Aber werden sie jemals etwas gegen Fantasie, Intuition und Spielfreude ausrichten können?

Für die Organisatoren sollen Sie spezielle Fragen zum Multimedia & Co. beantworten. Die nächste WM wird 2007 Atlanta USA stattfinden.

Zur Fußball-WM Frage 1

Zur Fußball-WM Frage 2

Zur Fußball-WM Frage 3

Zur Fußball-WM Frage 4


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