Geschichte, Facts & Figures von MySpace

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Inhaltsverzeichnis

offizielle Gründungsgeschichte

Enstehung

Anfangs handelte es sich bei der Domain myspace.com noch um einen Anbieter für kostenlose Datenspeicherung im Internet.
Erst im Juli 2003 erblickte MySpace so wie wir es kennen das Licht der Welt.
Gegründet wurde die Community von Tom Anderson und Chris DeWolfe, die damals noch Angestellte eines Internetunternehmens waren.
Da beide die Begeisterung für Musik teilten und einen Möglichkeit suchten, ihre Band über das Internet bekannt zu machen entstand die Idee zu myspace.com. Glücklicherweise verfügte vor allem Tom Anderson über Kontakte zu verschiedenen Künstlern und Bands und konnte diese nach und nach davon überzeugen Mitglieder der Seite zu werden. So entstand ein enormer Anreiz für alle „normalen“ User sich ebenfalls ihren Account einzurichten, da es ihnen jetzt möglich war direkten Kontakt mit ihren Stars aufzunehmen.
Die musikalische Ausrichtung von Myspace wurde später unter „MySpace Music“, mit mittlerweile über 3 Millionen angemeldeten Bands, zusammengefasst.

Übernahme durch R. Murdoch und die Folgen

Im Juli 2005 wurde das Unternehmen vom Unternehmer Rupert Murdoch für 580 Millionen US-Dollar gekauft.
Obwohl Myspace schon damals ca. 20 Millionen registrierte Nutzer vorweisen konnte, gab es viele Kritiker, die den Kaufpreis von 580 Millionen Dollar als viel zu hoch einschätzten. Dies war vor allem auf die damals relativ geringen Werbeerlöse der Seite zurückzuführen, die aber mittlerweile lt. Murdoch „um ein Zehnfaches“[1]gestiegen sind. Zudem wird MySpace durch einen Deal mit Google bis 2010 mindestens 900 Mio. $ Werbeerlösbeteiligung erhalten.

Trotz dieser Übernahme arbeiten beide Gründer als angestellte Manager, Chris DeWolfe als Vorstandschef, bislang weiter im Unternehmen.

Dadurch, dass R. Murdoch Vorstandschef von News Corporation, der sämtliche FOX Sparten (TV, Zeitung etc.) gehört, ist, kann man hier starke Verbungdvorteile im Mediensektor ableiten.
Somit kam es seit dem Kauf durch Murdoch zu einer Erweiterung der Seite um multimediale Inhalte. So werden vor allem Filmprojekte auf MySpace realisiert, deren Palette von kurzen Clips im YouTube-Stil (Myspace Video) bis hin zu größeren, kommerziellen Zielsetzungen in der Zukunft reichen. Hier kann beispielsweise über MySpace vorab bereits Filmmaterial aus dem Hause Fox gezeigt werden. Dies führt zur quasi-kostenlosen Werbung für den jeweiligen Film.
Diese Verbundvorteile wurden bisher, abgesehen von MySpace Video, weitergehend durch eine Zusammenarbeit mit Fox Broadcasting, welches somit ebenfalls Rupert Murdoch gehört, realisiert, das Gratisstreams an die Community liefert. Dabei handelt es sich vor allem um TV-Serien wie z.B. „Bones“, „Prison Break“ oder „Vanished“, die allerdings mit Werbeblöcken verstehen wurden.
Des Weiteren plant die MySpace Besitzerfirma "News Corp" in Zusammenarbeit mit NBC im Sommer 2007 ein eigenstädniges Videoportal zu eröffnen, auf dem TV-Serien der beiden Unternehmen ("24", "Simpsons") angeboten werden sollen. Diese Serien werden dann u. a. über MySpace zu sehen sein, und somit mit dem bisherigen MySpace Video Angebot gekoppelt.

internationale Ausweitung

Des Weiteren wagte Myspace ebenfalls den Schritt sich einen internationalen Namen zu machen. Bis jetzt gibt es die Seite insgesamt in 12 Versionen u. a. für die USA, England, Deutschland, Frankreich, Australien und Japan. Dabei zählt die deutsche Variante, rund drei Monate nach dem Start im September 2006, nach Angaben der Gründer bereits 2,5 Millionen Mitglieder.
"Deutschland ist ein wichtiger Teil unserer Zukunft", sagten Tom Anderson und Chris DeWolfe dem "Spiegel". Derzeit kämen täglich rund 4000 Nutzer hinzu.“ Zitat: Computerwoche, 08.01.2007
News Corp. und Softbank werden darüber hinaus in einem Joint Venture eine asiatische Version von MySpace entwickeln und anbieten. Beide Unternehmen werden jeweils 5,09 Millionen Dollar investieren und 50% an dem Webservice halten. Die asiatische Variante wird unabhängig von News Corp. operieren.
Die unterschiedlichen Versionen werden mit der jeweiligen Landessprache versehen und dienen MySpace zur besseren Ansprache von möglichen Werbekunden und Usern. Darüber hinaus wird auf lokale Gegebenheiten eingegangen, wie z. B. im Bereich MySpace Music gezielt auf nationale Künstler.

aktuelle Zahlen

In einem Zeitraum von nur 2 Jahren schaffte es Myspace sich einen überdimensionalen Namen im englischsprachigem Raum zu erarbeiten und hat die 100 Millionen User Marke bis zum heutigen Tag weit überschritten. Allein jede Woche kommen 500.000 weitere Nutzer hinzu[2] und daher ist es auch nicht verwunderlich, dass man es in den USA geschafft hat, die am schnellsten wachsende Website überhaupt zu werden.
Den massiven Erfolg von MySpace kann man ebenfalls am Suchverhalten der Internet User ablesen. So schaffte es die Seite lt. einer Untersuchung von Hitwise gleich fünf der zehn meistgesuchten Internetbegriffe des Jahres 2006 für sich zu verbuchen, was natürlich vor allem den enormen Markenwert der Domain wiederspiegelt.
Ebenso konnte die Page bei den Seitenaufrufen punkten. So wurde lt. Hitwise MySpace.com in der ersten Juli Woche 2006 in Amerika zum ersten Mal häufiger aufgerufen, als Google.com und Yahoomail.com und somit zur Zeit die beliebteste Website im weltweiten Netz darstellt. Diese Tatsache bedeutet allerdings nicht, dass auch mehr Internet User auf der Domain unterwegs sind.
„So gibt Yahoo an, monatlich 129 Millionen einzelne Menschen anzuziehen - was zirka 74 Prozent der Online-Bevölkerung entspreche, während MySpace "nur" auf eine Zahl von 52 Millionen Besuchern aus den USA kommt.“ [3]
Dennoch bleibt MySpace mit fast 80% Marktanteil unangefochtener Spitzenreiter in der Kategorie „Social Networking Plattformen“.

alternative Gründungsgeschichte

Abseits der oben aufgeführten Entstehungsgeschichte von MySpace kursiert eine alternative (aber unbestätigte) Variante im Internet. Auf Grund der Vollständigkeit wird diese an dieser Stelle aufgeführt, wobei wir hierfür logischerweise keine Garantie für Richtigkeit übernehmen können.
Der Inhalt wurde hier nur grob zusammengefasst, der Originaltext ist hier nachzulesen.

Zusammenfassung

Stark beeinflusst von den damals innovativen Möglichkeiten, die das Netzwerk „Friendster“ bot, entwickelten die Mitarbeiter (u.a. auch Chris DeWolfe und Tom Anderson) von eUniverse (später Intermix Media) im Jahre 2003 ihre eigene Interpretation dessen und nannten diese MySpace.
In nur zehn Tagen wurde die Idee der eigenen „Social Network“ Plattform ausgearbeitet und zur Vermarktung wurden die Reccourcen von eUniverse genutzt.
Zu internen Tests und Promotion für die Seite hielt das Unternehmen zusätzlich einen Contest ab, wer die meisten “Freunde” in seiner Liste hat. Die Hoffnung lag darin, dass wenn alle 250 eUniverse Angestellte 10 Freunde aufbringen würden, sie dann einen festen Kundenstamm von 2500 Leuten hätten.

eUniverse boomte nach dem Launch von MySpace. Zu diesem Zeitpunkt hatte das Unternehmen über 50 Millionen Email-Adressen in ihrer Database, genauso wie 18 Millionen monatliche Web-User.

eUniverse schlachtete sogar hochwertige Websites, die es besaß aus, so wie z.B. Cupid Junction, eine Dating Website mit über 3 Millionen Usern. Mitglieder von Cupid Junction wurden dazu ermutigt sich kostenfreie MySpace Accounts anzulegen.

Zusammen mit der schnell wachsenden Popularität der Seite machten sich DeWolfe und das Myspace Team daran, eine falsche PR Story zu erfinden, die den Geschmack und die Ideale ihrer wachsenden Gemeinde am besten widerspiegelte.
Sie wollten dadurch außerdem verhindern, dass die Tatsache bekannt wird, dass ein Spam 1.0 Unternehmen die Seite ins Leben gerufen hat, und erweckten daher den Eindruck, dass Tom Anderson die Seite entwickelte – und diese Lüge funktionierte.

Sie erlaubten (bzw. förderten sogar) Marketing in jedem Bereich, von Bands bis Geschäftstätigkeiten auf ihrer Seite.
Die komplette Page ist daher, im Wesentlichen, ein Marketing Tool, zu dem jeder, der sich registriert, Zugang besitzt.
Die Benutzer bekommen ununterbrochen spamähnliche Mails von besagten Bands, Unternehmen und Individuen, die immer auf der Suche nach neuen Freunden (und somit nach mehr potentiellen Fans, Konsumenten etc.) für ihre Online Identität sind.


Quellen




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