Nutzen/Möglichkeiten des Users bei last.fm
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Möglichkeiten
Damit der User zunächst überhaupt die Möglichkeiten von last.fm nutzen kann, muss er sich dort anmelden. Hierbei zeichnet sich last.fm dadurch aus, dass es vom User lediglich eine E-Mail Addresse verlangt. Die weiteren Angaben, die lediglich den Wohnort, das Alter, ein einziges Foto und eine kurze Selbstbeschreibung umfassen sind hierbei keine Pflicht.
Der User kann auch auf last.fm gängige Social Networking Features, wie Gruppen beitreten, einen Blog führen, Freunde hinzufügen oder Kommentare auf andere Userseiten schreiben, nutzen. Die Auswahl in diesen einzelnen Bereichen (Freunde, Gruppen, Blog) wird dann auf der eigenen (Musik-) Profilseite angezeigt.
Diese einzelnen Features haben aber stets eine starke Ausrichtung auf die Musik. Hiermit wird klar, dass für last.fm und seine User lediglich der Musikgeschmack von höchster Bedeutung ist, und hier als einzigste Möglichkeit zur Selbstdarstellung genutzt werden soll.
scrobbeln
Dieser Musikgeschmack wird dadurch zum Ausdruck gebracht, indem jeder vom User gehörte Track an die last.fm Datenbank übertragen wird, das sogenannte „scrobbeln“.
Um Songs zu scrobbeln hat der User zwei grundlegende Möglichkeiten.
Entweder er hört Musik über das last.fm Internetradio, oder er hört seine eigene Musik und scrobbelt diese, wobei er für diese Methode zuvor allerdings die last.fm Software und das jeweilige Plug-in für seinen Audio Player (Winamp, Windows Media Player, iTunes o. ä.) installiert haben muss. Vorraussetzung für das Einlesen der Titelinformationen ist eine korrekt getaggte (ID3...) Audiodatei.
Des Weiteren kann der User auch die Songs, die er mit seinem iPod hört, durch das Plugin „iScroggler“ für Windows bzw. „iScrobbler“ für Mac, scrobbeln. Auch ist mittlerweile das scrobbeln der Tracks, die man über die Internetradio- und Musikentdeckungsplattform „Pandora“ hört, möglich.
Die gesamten an die last.fm Datenbank übermittelten Songs bilden letztendlich den Ausgangspunkt für fast sämtliche Möglichkeiten, die last.fm aufzuweisen hat.
Zunächst werden die gescrobbelten Tracks auf der User-eigenen Seite erfasst und in die selbsterklärenden Listen „zuletzt gehörte Titel“, „Top-Künstler der letzten Woche“ und „Top Künstler insgesamt“ eingeordnet und dem Besucher angezeigt. Diese Listen, und auch mit einer eigenen Playlist versehene Flash Player, kann der User per HTML-Code oder RSS-Feed auch in externe Seiten (z.B. MySpace; Blogs) integrieren.
Dies ist der einzigste Aspekt, bei dem last.fm noch nicht mit dem einzelnen User interagiert.
Die Interaktion von last.fm äußert sich in dem umfangreichen Empfehlungs-System.
Hat der User ausreichend seinem Musikgeschmack entsprechende Musik gehört tritt dieses System in drei wesentlichen Bereichen in Kraft:
- dem User unbekannte Künstler, die noch nicht gescrobbelt wurden, aber dem Musikgeschmack entsprechen werden empfohlen und, wenn in der Datenbank von last.fm vorhanden auch sofort zum anhören bereit gestellt (siehe auch „ähnliche Künstler Radio“ weiter unten)
- andere User mit gleichem Musikgeschmack werden einem als musikalische „Nachbarn“ vorgestellt: Hierbei kann man sowohl Menschen mit gleichem Musikgeschmack als auch neue Bands (siehe auch „Nachbarn Radio“ weiter unten) kennen lernen. In diesem Zusammenhang ist auch der „Taste-O-Meter“ zu nennen, welcher bei Besuch einer Userseite anzeigt, wie sehr die musikalischen Geschmäcker übereinstimmen, und welche Bands man gemeinsam hat. Bei Nachbarn ist dieser in der Regel „super“.
- Konzerte werden empfohlen: Nachdem der User seinen Wohnort und eine maximale Entfernung des Konzerts zu diesem angibt, werden ihm diese dem Musikgeschmack entsprechend von last.fm empfohlen. Der User kann sich allerdings auch selber bei der Besucherliste eines Konzerts eintragen und somit auch Kontakt zu den anderen Besuchern aufnehmen. Die User müssen grundsätzlich erst einmal selbstständig das Konzert in der last.fm Datenbank eintragen, das Line-Up festlegen und weitere Informationen, die dann aber von allen anderen Usern, im Wikipedia Stil, noch verändert werden können, angeben. Man kann als „Ersteller“ des Konzerts aber auch wählen, dass andere User den Eintrag nicht mehr verändern können. Bisher nur in Grossbritanien werden die Konzertseiten auch mit den entsprechenden Seiten bei Online-Tickethändlern versehen. So kann sich der geneigte Konzertgänger möglichst bequem ein Ticket für ein Konzert, dass er besuchen möchte sichern.
Dies sind nun alles Möglichkeiten von last.fm, die auf der jeweiligen Benutzerseite angezeigt werden, um dem Besucher einen möglichst umfangreichen Einblick über den Musikgeschmack des „Seitenbetreibers“ zu geben.
Internetradio
Das Internetradio, mit über 1,5 Millionen streambaren Songs aus allen Genres und einer Stream-Bitrate von 128kb/sec (Songs auf MySpace mit lediglich 96kb/sec), umfasst insgesamt 7 unterschiedliche Konstellationen:
- Persönliches Radio: Hierbei spielt last.fm lediglich Songs von Künstlern, die der jeweilige User bereits gehört hat. Somit hat jeder User seine persönliche Radiostation.
- Empfehlungen Radio: Last.fm spielt Songs, die dem User, aufgrund der Musik die er bis jetzt gehört hat, gefallen könnten.
- Lieblingslieder Radio: der User kann, während er einen Song hört, diesen als Lieblingslied markieren. Last.fm spielt somit nur diese markierten Songs.
- Nachbarn Radio: Last.fm vergleicht die Musikgeschmäcker der einzelnen User und stellt anhand dessen Nachbarlisten auf. Bei Nachbarn Radio spielt last.fm somit einen Mix aus den „persönlichen Radios“ der Nachbarn
- Tag Radio: der User kann gehörte Songs „taggen“, d. h. sie mit einem Genre oder einem persönlichen Empfinden markieren. Hier kann man dann ein Radio wählen, das nur Songs mit einem speziellen Tag spielt (meist Genrebezeichnung)
- Gruppen Radio: bildet einen Mix aus den persönlichen Radios der Gruppenmitglieder
- ähnliche Künstler Radio: spielt einem Musik der Bands, die ähnlich wie eine zuvor ausgewählte Band klingt
Für den Radiostream braucht man nicht die last.fm Software, sondern kann diesen auch über den auf der Programmiersprache Flash basierenden browserintegrierten Player nutzen.
Dashboard
Neben der eigenen Profilseite verfügt jeder User noch über ein eigenes „Dashboard“ welches auch nur von ihm eingesehen werden kann und als Übersicht darüber, was im persönlichen musikalischen Umfeld passiert, verstanden werden kann.
Dieses „Dashboard“ gibt die musikalischen Aktivitäten sowohl der geaddeten „Freunde“ als auch der Nachbarn wieder, indem angezeigt wird, was diese kürzlich gehört haben und welche Konzerte diese Besuchen wollen. Auch werden einem hier, sowohl von „Freunden“ als auch von last.fm, empfohlene Künstler angezeigt. Auch zeigt last.fm hier an, welche dem eigenen Musikgeschmack entsprechende komplett anhörbare Songs in der Datenbank zur Verfügung stehen. Als letzten Punkt zeigt das Dashboard noch an, welche Bereiche der eigenen Profilseite (shoutbox, zuletzt geliebter Track…) sich kürzlich verändert haben.
Künstlerseiten
Bis jetzt wurden die Möglichkeiten bzw. der Nutzen beschrieben, den der User innerhalb der eigenen Profilseiten bzw. derer anderer User erfährt.
Zusätzlich wird für jeden Künstler, jeden Song und jedes Album eine eigene Seite eingerichtet.
Auf diesen Seiten kann der User nun einiges über den Künstler und sein Songrepertoire erfahren.
Zunächst können die User im Wikipedia Stil eine Biographie schreiben, Fotos des jeweiligen Künstlers hochladen, über die dann innerhalb der Usergemeinde abgestimmt wird und Konzerte des Künstlers hinzufügen.
Aber insbesondere wenn man gerade einen Künstler oder sogar ein komplett neues Genre neu entdeckt hat, sind die Künstlerseiten von grossem Nutzen. Hier kann der User in den Kategorien „Top Alben“ und „Top Titel“ sehen, welche Songs besonders beliebt sind, kann sich je nach Künstler und Label Songpreviews, komplette Songs anhören und/oder runterladen (diese Möglichkeit besteht auch für bei last.fm nicht angemeldete Internetsurfer) und erfährt welche Künstler ähnlich klingen und sich sofort wiederum auf deren Seite über diese informieren.
Des Weiteren kann der Besucher sehen, welche Gruppen und Blogeinträge sich u. a. mit dem Künstler beschäftigen und welche User zu den „Top Hörern“ gehören, über deren Seite man dann wiederum neue Künstler oder den User an sich kennen lernen kann. Auch ist jede Seite mit einer entsprechenden „Shoutbox“ zum Kommentieren des Künstlers, des Albums oder eines einzelnen Songs versehen, was dann wiederum den Austausch der User untereinander fördert.
Diese Informationsseiten gibt es ebenfalls für Labels, welche dann mit den gleichen Features versehen sind.
Welchen Nutzen die Bands und Labels durch diese Seiten haben wird im Artikel "Nutzen/Möglichkeiten Bands/Labels bei last.fm" behandelt.
Subscriber
Für 2,50€ im Monat kann der „normale“ Nutzer sich als Subscriber registrieren, und somit last.fm unmittelbar finanziell unterstützen und dafür erweiterte Möglichkeiten nutzen.
Hierzu zählt, dass er alle Seiten werbefrei geniessen und noch im Test befindliche (sog. Beta) neue Möglichkeiten des Users nutzen kann. Des Weiteren kann nur der Subscriber „persönliches Radio“, das „Lieblingslieder Radio“ und das „Tag Radio“ (siehe oben) nutzen. Seit einem umfangreichen Update im Februar 2007 kann jeder User die „persönlichen Radios“ der anderen User nutzen, aber nicht sein eigenes. Dies ist nach wie vor nur dem Subscriber ermöglicht. Als letzte Besonderheit kann der Subscriber sehen, wer zuletzt seine Profilseite besucht hat, ein Aspekt, der somit das Social Networking bei last.fm fördert.
Eine wirtschaftliche Betrachtung des Subscriber Aspekts findet im Artikel Subscriber innerhalb der wirtschaftlichen Möglichkeiten für Social Networking Plattformen statt.
gitarrenlastiger Musikgeschmack der User
Will man den Musikgeschmack der über 15 Mio. last.fm User, die laut Unternehmensangaben zu 80% unter 25 Jahre alt sind, verallgemeinern würde man ihn wohl als „stark gitarrenlastig“ charakterisieren.
Dies erkennt man, wenn man die wöchentlichen Charts aller gescrobbelten Tracks ansieht. Hierbei ist zu erkennen, dass in der Woche des 11. Februar 2007 mit Nelly Furtado der erste „nicht Gitarrenkünstler“ erst auf Platz 36 erscheint, und unter den Top 50 lediglich zwei Künstler dieser Art vertreten sind.
Wie sich diese überwiegende gitarrenlastige musikalische Ausrichtung der User auf weitere Bereiche auswirkt, wird im Artikel "personalisierte Bannerwerbung auf last.fm!" beschrieben.
Nutzen
Erweiterung des Musikhorizonts und Social Networking: the social music Revolution
Bei last.fm ist zu beobachten, dass hier sich der Nutzen des Users in zwei miteinander konvergierende Bereiche gliedert: Social Networking und das Erweitern des eigenen Musikhorizonts.
Jedem User, der seine Musik „scrobbelt“, hat die Möglichkeit anhand seines persönlichen Musikgeschmacks neue Künstler und Menschen mit gleichem Musikgeschmack kennen zu lernen. Auf den User-Profilseiten als auch auf den Künstlerseiten werden diese beiden Usernutzen-Bereiche sehr gut miteinander verknüpft.
Beispielsweise wird man durch die musikalischen Nachbarn auf Menschen mit gleichem Musikgeschmack aufmerksam gemacht, die man dann hemmungsfrei über deren Shoutbox oder das interne Mailingsystem kontaktieren kann (social networking). Aber diese Nachbarn können gleichzeitig durch das „Nachbarn Radio“ und einem selbst unbekannte Künstler zur Erweiterung des musikalischen Horizonts beitragen.
Das gesamte Empfehlungssystem von last.fm, fällt unter den Aspekt des erweiterten Musikhorizonts. Allerdings sieht man mit jeder neuen Band auch immer neue User, die diese hören, wodurch hier ein Kreislauf zwischen Musikhorizonterweiterung und Social Networking entsteht.
Perfekt gekoppelt sind die beiden Bereiche auch bei den Empfehlungen, die innerhalb der „Freunde“ möglich sind. In einem Akt des Social Networking empfiehlt User A dem User B eine Band, wodurch der Musikhorizont des User B erweitert wird.
An diesen Beispielen erkennt man sehr gut, wie der Claim von last.fm „the social music revolution“ zu verstehen ist.
Fazit
Wie oben erläutert führen die vielseitigen Möglichkeiten der Musikaufnahme und –entdeckung auf last.fm zu den beiden dargestellten Nutzen.
Hierbei legt last.fm durch die Reduzierung der musikunabhängigen Selbstdarstellung des Users auf das Wesentliche, das Augenmerk absolut auf den Musikgeschmack des jeweiligen Users. Dem User sind hier im Bereich Musik, bis auf den „direkten“ Kontakt zu den Bands, die gleichen Möglichkeiten wie bei MySpace (siehe "Nutzen von MySpace für Privatpersonen") gegeben, und dies in einer übersichtlicheren Art und Weise.
Dies macht last.fm für Musikliebhaber auf der ganzen Welt zu einer der Interessantesten Plattformen im Netz.
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