SS 2007 Thema RSS
Aus MultimediaWiki
Frage
Ein Student der Medienwirtschaft hat nach dem Besuch der Multimedia diverse neue Medien kennengelernt. Nachdem er alle ausprobieren musste und sie für nutzenswert empfunden hat, bemerkt er nach zwei Wochen, dass der Besuch verschiedener Seiten und die verschiedensten Dienste viel zu viel Zeit in Anspruch nimmt. Welche Möglichkeiten zur Strukturierung bei der Internet-Mediennutzung fallen Ihnen ein?
Antwort
- RSS-Feeds
RSS (Really Simple Syndication) ist ein XML-basierendes, plattformunabhängiges Format mit der man Text-, Bild-, Audio- und Vidiodateien auf verschiedene Endgeräte abonniert oder in andere Websites integriert. Es gibt den Namen und den Speicherort einer Datei im Internet an und ist somit eine Schlüsselfunktion des Internets. In der Praxis hilft es den Besuch von diversen Sites auf ein zeitliches Minimum zu reduzieren, weil bspw. die Einbindung in Outlook oder iTunes genügt. Hier wird man dann immer über Neuigkeiten auf den bevorzugten Seiten informiert. Man muss sich allerdings vorher auf diesen Seiten anmelden und den RSS feed (URL) kopieren & auf meiner Feeds Seite einfügen. Beim Start des Programms werden alle Seiten nach Konfiguration abgerufen und Inhalt mit dem simplen Starten einer Applikation abgerufen. Technisch gesehen ist RSS eine XML-Datei welche den reinen strukturierten Inhalt – beispielsweise einer Nachrichtenseite – bereithält, aber keinerlei Layout, keine Navigation oder sonstige Zusatzinformationen beinhaltet.
RSS 1.0 wurde parallel von einer unabhängigen Entwicklergruppe im Jahr 2000 entwickelt und veröffentlicht. RSS steht hier für RDF Site Summary, basiert also wieder auf RDF.
RSS 2.0 war die darauf folgende Weiterentwicklungdarauf im Jahr 2002. Es erweitert die älteren RSS-0.9x-Spezifikationen, macht aber keinen Gebrauch von RDF. Diese Version wird auch als Really Simple Syndication übersetzt. Außerdem kann man bei dieser Version an jedem Beitrag ein oder mehrere Enclosures anhängen. Diese bestehen aus drei Teilen: der Länge, dem Typ (zB audio oder mpeg) und der url.
- Newsletter
Newsletter ändern die Informations-Holschuld in eine Bringschuld. Sobald sich Neuigkeiten an anderen Stellen ergeben, werde ich darüber per e-Mail informiert. Bei modernen Seiten kann ich meine Newsletter an den individuellen Geschmack und meine Bedürfnisse anpassen und bekomme nur die Informationen, die mich auch interessieren. Newsletter haben allerdings den Nachteil, das der Posteingang schnell voll ist.
- Social Bookmarks
Damit ich die unendlich vielen Seiten im Netz nicht immer wieder suchen muss, empfiehlt sich der Einsatz einer SB-Site wie wong.de, digg.com, oder del.icio.us. Social Bookmarks speichert die Favoriten im Web online. Sie sind wie Lesezeichen, die mit Tags zur wiedererkennung gekennzeichnet werden. Der Zugriff auf die Bookmarks ist unabhängig vom lokalen Rechner (Browser), da sie auf einer Website gespeichert und verwaltet werden.
Per Twitter kann ich kostenlos per Handy oder RSS Nachrichten meiner Freunde empfangen. Lange Anrufe oder mehrmaliges Telefonieren entfällt wenn sich die Clique über twitter.com organisiert. So empfange ich viele Nachrichten über jeden Zustand eines jeden Freundes und bin stets informiert.
- RSS-Aggregatoren
RSS-Aggregatoren sind Dienste oder Anwendungen, die RSS-Feeds sammeln. Die gesammelten Feeds werden anschließend in einer aktualisierten Version neu veröffentlicht. Es gibt online und offline Aggregatoren.
Online-Aggregatoren: (web-basiert)
Hierbei handelt es sich um Websites, die synchronisierte Überschriften und Teaser nach bestimmten Themen-Bereichen sortiert anbieten und direkt auf die Original-Texte verlinken. Eine Personalisierung der Feeds ist bei Online-Aggregatoren nur zum Teil möglich.
Offline-Aggregatoren: (client-basiert)
Hier werden die Newsquellen offline auf dem Desktop zusammengefasst und ausgeführt.

